Klimarisikoversicherung des BMZ - Für den Klimawandel gerüstet

Der Klimawandel ist nur schwer abzubremsen, darüber ist sich ein Großteil der Klimaforscher mittlerweile einig. Die Auswirkungen der durch Menschenhand verursachten Globalen Erwärmung sind in den vergangenen Jahren bereits deutlich zu spüren: Hitzewellen, Dürreperioden, extreme Unwetter und Überschwemmungen gelten als die ersten Anzeichen. Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind von den Risiken des Klimawandels bedroht.

Besonders betroffen: Die Entwicklungsländer

Während sich Folgen des Klimawandels in Europa bislang in Grenzen halten, haben insbesondere die Entwicklungsländer bereits jetzt unter den Veränderungen des Klimas zu leiden. Es trifft also gerade die ärmsten Menschen in den ärmsten Ländern besonders hart. Und dabei ist nicht von der Hand zu weisen, dass nicht die Entwicklungsländer, sondern primär die Industrieländer mit ihrer energieintensiven Lebensweise die Hauptverursacher der Globalen Erwärmung sind.

Aber auch die Industrieländer sind sich zunehmend ihrer Verantwortung bewusst. In internationalen Abkommen verpflichten sie sich nicht nur dazu, im Notfall Hilfe zu leisten, sondern auch dazu, die Entwicklungsländer bei einer umweltbewussten Wirtschafts- und Lebensweise zu unterstützen. Der Weg zu einer nachhaltigen Welt betrifft also nicht nur den Umweltschutz, sondern auch die Entwicklungszusammenarbeit.

Geeignete Maßnahmen treffen

Wie kann man aber nun dem Klimawandel begegnen? Wie kann man weitere Folgeschäden vermeiden? Seit Jahren entwickeln Forscher umweltfreundlichere technische Lösungen und die Politik bemüht sich um die unterschiedlichsten Gesetze zum Umwelt- und Naturschutz. Eines ist jedoch bereits deutlich: Ein Umdenken kommt zu spät, um den Klimawandel komplett zu stoppen. Außerdem ist die Natur zu komplex, als dass man genau vorhersagen könnte, welche Folgen des Klimawandels noch rechtzeitig aufzuhalten sind und welche nicht.

Dementsprechend reicht es nicht aus, allein die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen, um dessen Folgen abzumildern. Zusätzlich muss man auch Vorsorgemaßnahmen treffen, um für den Katastrophenfall gerüstet zu sein.

Klimarisikoversicherungen helfen

Viele Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern stehen nach einer klimabedingten Naturkatastrophe vor dem finanziellen Aus. Derzeit sind schätzungsweise nur etwa 100 Millionen der ärmsten Menschen in diesen Ländern gegen die Schäden durch den Klimawandel abgesichert.

Aus diesem Grund haben die Staaten der G7 im Mai 2015 eine Initiative zur Förderung von Klimarisikoversicherungen in den Entwicklungsländern beschlossen. Das Ziel der G7-Initiative lautet, bis 2020 weitere 400 Millionen Menschen vor klimabedingten Risiken durch Versicherungen zu schützen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) macht sich für das Projekt stark: Deutschland wird die Initiative mit 150 Millionen Euro unterstützen. Eine Studie zu Klimarisikoversicherungen des BMZ in Zusammenarbeit mit der Munich Climate Insurance Initiative (MCII) und der Münchner Rück hat bereits untersucht, wie sich die Initiative am besten umsetzen lässt.

Weitere Informationen zum Thema finden sich auch auf der Seite zum Thema Klimarisikoversicherung beim BMZ.