Alternative Energien: Deutschland übernimmt Vorreiterrolle

Das erste Halbjahr 2012 brachte eine für die Energiewende psychologisch wichtige Zahl hervor: 25 Prozent. Dies ist laut dem BDEW der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamtdeutschen Stromverbrauch. Noch kein Land mit einer Deutschland ähnlichen Infrastruktur hat einen solchen Erfolg für den Klimaschutz zu vermelden gehabt - die Bundesrepublik geht in der Welt in Sachen alternativer Energien voran.

Atomausstieg gab neuen Impuls

Mit dem von der Bundesregierung nach dem Atomunglück im japanischen Fukushima beschlossenen endgültigen und vorgezogenen Ausstieg aus der Atomkraft, konnte der Erneuerbare-Energien-Industrie hierzulande ein neuer Impuls gegeben werden. Denn nun bemühen sich auch die Großkonzerne um ein Konzept für das nachhaltige Erzeugen von Strom und Wärme. Die beiden bis zu diesem Zeitpunkt effizientesten und energiereichsten Formen der Erzeugung von erneuerbarem Strom werden nun auch von den Großkonzernen unterstützt: die Windenergie und die Biomasse. Doch auch die Solarindustrie darf sich auf neue Aufträge freuen, wenn auch in der Massenproduktion die Chinesen stark aufgeholt haben. Während der Atomausstieg vor allem durch Druck von der Basis erfolgte, ist die staatliche Förderung der erneuerbaren Energien, die in der BRD Vorbildcharakter besitzt, auch eine industriepolitische Entscheidung, die stark zur Erschaffung und zum Erhalt neuer, hochqualifizierter Arbeitsplätze beiträgt.

Vorbild für andere

Die anderen europäischen Länder und auch Tiger- sowie Drittweltstaaten nehmen sich an Deutschland ein Beispiel, indem sie ebenfalls die Kapazitäten für erneuerbare Energien ausbauen. Einerseits spielt dort der europäische Klimapakt hinein, der für die nächsten Jahre und Jahrzehnte erhebliche Einsparungen an CO²-Emissionen vorsieht. Andererseits konnten durch Skaleneffekte, die durch die hohe Nachfrage in der Bundesrepublik entstanden sind, die Preise für Neuanlagen deutlich sinken - die Investitionen amortisieren sich schneller als je zuvor. Das EE-Gesetz, welches den anderen europäischen Ländern ebenfalls Vorbild ist, konnte und kann einen erheblichen Teil dazu beitragen. Denn Privatpersonen sowie Mittelständler und auch große Unternehmen sind erst dann bereit, in erneuerbare Energien zu investieren, wenn 1. eine gesetzliche Grundlage geschaffen ist und 2. das finanzielle Risiko überschaubar bleibt. Dies ist in der Bundesrepublik der Fall. Mehr erfahren Sie hier.

Energiewende wird durchgezogen

Dass die Vorteile regenerativer Energien heute nicht mehr von der Hand zu weisen sind, sehen mittlerweile auch viele Experten so. Das Risiko eines atomaren Unfalles wird minimiert, neue Arbeitsplätze entstehen - in der Industrie, Forschung und für das Handwerk - und die Umwelt wird entlastet. Daneben entsteht ein Wirtschaftszweig, der auch noch äußerst lukrativ für Anleger ist: mehr erfahren Sie hier. So besitzt die Umweltpolitik Deutschlands weltweiten Vorbildcharakter.