Energie sparen in der Industrie

Im Kontext der steigenden Preise für Energie und der zunehmenden Umweltverschmutzung durch fossile Energieträger wie Öl und Steinkohle, wird es insbesondere für die Industrie immer wichtiger energieeffizient zu arbeiten. Studien haben ergeben, dass eine Ersparnis von etwa 20 Prozent durchweg realistisch ist. Bisher scheitert es aber an der Umsetzung.

Wo kann Energie gespart werden?

In der Industrie wird insbesondere elektrischer Strom benötigt. Zum Beispiel für galvanische Verfahren, bei denen verschiedene chemische Elemente mithilfe von elektrischem Strom voneinander getrennt und anschließend weiterverarbeitet werden. Solche Branchen benötigen in jedem Fall den Energiemarkt, der stark schwankende Preise aufweist. Der Trend ist aber klar: die Strompreise sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Mithilfe von Energiedatenmanagement - auch EDM genannt - kann die Beschaffung von Energie optimal überwacht werden. Zum Beispiel kann bei Preisschwankungen ein Lieferantenwechsel vorgenommen werden, damit der beste Preis erzielt werden kann. Die Liberalisierung des Energiemarktes sorgt dafür, dass stets die besten Preise erzielt werden, was die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen steigert, die ein Management von Energiedaten in Anspruch nehmen. Für die Buchhaltung ist in jedem Fall eine korrekte Bilanzierung notwendig, die in aller Regel ebenfalls bei einem EDM übernommen wird.

Industrieunternehmen haben meistens nicht das notwendige Energiewissen, um das EDM in Eigenregie durchzuführen. Deshalb kann eine externe Kooperation durchaus sinnvoll sein. Auch der Messstellenbetrieb wird in aller Regel durch einen externen Dritten vorgenommen, der mit dem Energiedatenmanagement vertraut ist. Auch Einspeisungen sind ein Teilbereich des EDM. Verbräuche und Einspeisungsvorgänge werden dabei in sogenannten Bilanzkreisen aggregiert. Hierfür gibt es festgesetzte Regeln, nach denen die Bilanzkreisabrechnung durchgeführt werden muss.

Welche Folgen ergeben sich aus dem Energiedatenmanagement kurz EDM?

Ein niedrigerer Energieverbrauch hat zur Folge, dass die Emissionswerte in der Industrie sinken. Es ergibt sich ein doppelter Effekt der Kostenersparnis. Zum einen durch die gesunkenen Emissionskosten, zum anderen jedoch auch durch die gesunkenen Beschaffungsmengen. Darüber hinaus können durch einen niedrigeren Energieverbrauch auch nicht ökonomische Ziele erreicht werden, die sich positiv auf das Image und den Umsatz auswirken können, wenn sie entsprechend kommuniziert werden. Es besteht also durchweg eine Zielkomplementarität zwischen einem gesunkenen Energieverbrauch und psychografischen Zielgrößen. Hieraus ergeben sich Wettbewerbs- und komparative Konkurrenzvorteile, die zu einer dauerhaften Verbesserung der Gewinnsituation führen können. Zwischen den Mehraufwendungen durch ein EDM und den damit einhergehenden ökonomischen und nicht ökonomischen Vorteilen sollte aber in jedem Fall eine positive Residualgröße bestehen. Hierbei müssen unter anderem psychografische Zielgrößen quantifizierbar gemacht werden, um eine genaue Einschätzung abgeben zu können.