Förderung nach Klimaschutzrichtlinie

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt Zuwendungen für Maßnahmen zur Umsetzung der Klimaschutz-Richtlinie. Gefördert werden mit den Mitteln aus dem "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) die Errichtung und der Betrieb eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) mit Nahwärmenetz in Gräpkenteich (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).

Für das Projekt in Gräpkenteich stehen Mittel in Höhe von rund 175.000 Euro als Zuschuss für die LE Landwirtschaft und Energie GmbH bereit. Geplant ist die Errichtung eines BHKW mit einer thermischen Leistung von 400 Kilowatt sowie des dazugehörigen Nahwärmenetzes. Zur Versorgung des BHKW wird Biogas von der angeschlossenen Biogasanlage in Gräpkenteich verwendet. Auch der Substratbezug wird durch den Betreiber der Biogasanlage sichergestellt, der eine Geflügelaufzucht betreibt.

Die Abwärme des BHKW soll zur Beheizung der Geflügelaufzucht-Anlage, zweier Wohnhäuser sowie einer Getreidetrocknungsanlage genutzt werden. Die zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung benötigte Wärme wurde in der Vergangenheit durch eine Ölheizung bereitgestellt.

Mit der nicht zum Heizen benötigten Wärme soll darüber hinaus ein Gärrestetrockner betrieben werden, welcher durch die Trocknung die Nährstoffdichte des Substrats erhöht und damit zu einer Kostensenkung bei Lagerung und Ausbringung führt.

Durch das Vorhaben sollen 2.854,976 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Quelle: Nr. 20/13 - 19.02.2013 - EM - Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung