Restholzverwertung und Umweltschutz

Umweltbewusstsein

Alle reden heute von Umweltschutz. Konsumenten bevorzugen Produkte, die in ihrer Erzeugung einen möglichst geringen "(CO2-)Fußabdruck" hinterlassen, sodass die besondere Hervorhebung dieser Eigenschaften längst Einzug ins zeitgenössische Marketing genommen hat. Der schonende Umgang mit der Natur und ihrer Ressourcen schafft, egal ob im gewerblichen oder im privaten Kontext, einfach ein gutes Gefühl. Eine der vielen Möglichkeiten Ressourcen zu sparen, besteht in der Wiederverwertung bzw. Weiterverwendung von Rohstoffresten, z.B. von Holz.

Restholzverwertung und UmweltschutzBild: Rainer Sturm / pixelio.de

Restholzverwertung

Über einen Artikel in der Berliner Zeitung bin ich nun darauf Aufmerksamkeit geworden, in welchen Mengen Holz als Reststoff anfällt und durch Wiederaufbereitung im Zuge von Restholzverwertung weiterverwendet werden kann. Durch Verkleinerung und anschließende Verdichtung können Holzpellets Hergestellt werden, die sich als Heizstoff in gewerblichen Anlagen und privaten Haushalten verwenden lassen. Jeder, der einen Heizofen im Haus hat, kennt sie vermutlich.

Wie gut ist das für die Umwelt?

Wenn es um die Gewinnung von Energie aus Rohstoffen geht, sind immer zwei zentrale Fragen in Sachen Umweltschutz von besonderer Bedeutung: Welche Schadstoffe entstehen bei der Nutzung des Rohstoffs? Und, wie wirkt sich die Nutzung auf die natürlichen Bestände dieses Rohstoffs aus? Die zweite Frage ist leicht zu beantworten. Restholzverwertung senkt den Bedarf an neu zu gewinnenden Rohstoffen und trägt so zum Schutz der Wälder bei, da weniger Raum für Monokulturen in Anspruch genommen werden muss. Das ist sicher ein Beitrag zum Umweltschutz. Auf der anderen Seite kann man sich fragen, wie umweltfreundlich Holz als Rohstoff überhaupt ist. Die CO2-Emissionen, die bei der Wiederaufbereitung von Holz aufkommen, können mit denen des Rohstoffgewinns verglichen werden, doch wie verbrennt Holz eigentlich und welche Stoffe werden freigesetzt? Bei der Verbrennung von Holz entstehen weniger Kohlenwasserstoffe und weniger Schwefeldioxid als bei der Verbrennung von Öl oder Gas; dafür ist der Ausstoß von Stickoxiden, Kohlenmonoxid und Staub höher. Wie Umweltfreundlich die Verwendung von Pellets aus wiederverwertetem Holz am Ende ist, hängt auch von den Anlagen ab, welche die Pellets verbrennen. Die meisten Anlagen genügen bereits heute dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz, das 2015 in Kraft treten wird.